„Schäätz“, wie die Einheimischen die älteste Stadt des Landkreises Bamberg nennen, war Ausgangspunkt einer Ganztagswanderung am 17. Mai 2015. 12 Sektionsmitglieder und zwei Gäste hatten sich um 09:30 Uhr am Parkplatz des Juraklinikums (310 m) eingefunden, um die Hohe Metze (523 m), einen von 11 der Scheßlitz umgebenden Berge anzugehen. Auf dem Radweg entlang des Ellerbachs war bald Burgellern erreicht, einer der 30 Stadtteile von Scheßlitz. Ein kurzer Besuch der Magdalena-Katharina-Barockkirche von 1716 war selbstverständlich. Ein wahrer Blickfang sind die drei, auf ein Geschenk von Fürstbischof von Schönborn zurückgehenden Altäre. Der 1758 als fürstbischöfliche Sommerresidenz errichtete Schlossbau, heute Hotelbetrieb, wurde im Vorbeiwandern ebenso erfasst wie so manch fränkisches Fachwerk entlang des Bachlaufs. Nach der alten Mühle brachte uns der Pausdorfer Weg in nördlicher Richtung aus dem schmucken Ort. Durch die von blühendem Raps geprägte Flur ging es auf Asphalt noch einen guten Kilometer bis Höhe Stadtteil Ehrl, ehe uns ein ansteigender Schotterweg in nordwestliche Richtung führte und an der nächsten Weggabel Brotzeit machen ließ. Gügelkirche und Giechburg standen dunkel am Horizont. Wenig später erfolgte der heftigste Tagesanstieg nach Pausdorf (392 m) und von da schräg am Peussenberg (470 m) entlang einer bunt blühenden Bergwiese und einem Trampelpfad hinauf zum Plateau der Hohen Metze (523 m). Das erste Tagesziel war um 11:45 Uhr erreicht.

 

 

Grandiose Ausblicke von den Felsenkanten in die Runde belohnten uns für die Mühe. Nach kurzer Rast folgten wir einem steil abwärts führenden Trampelpfad bis zu einem Forstweg, der uns weiter abwärts nach Roschlaub (410 m) brachte. Hier schenkten wir unsere Aufmerksamkeit noch dem Gertruden-Altar, einem im Jahr 1837 vom Bamberger Dom erworbenen Rokoko-Altärchen, in der 1956 neu gebauten Dorfkirche, ehe wir gegen 12:30 Uhr das nahe Gasthaus Finzel zur Mittagseinkehr aufsuchten (9 km). Gut bedient und gestärkt ging es nur eine Stunde später das Dorf hinaus, an der kleinen Kapelle rechts Richtung Kleukheim und nach ca. einem km an einer Weggabel nach rechts leicht aufwärts in den Wald. Ein paar Minuten später schon war das zweite Tagesziel, die „Steinerne Rinne“ rechts des Weges auf ca. 420 m erreicht. Der Kalksinter des 50 m höher ausströmenden Quellwassers hatte im Laufe der Zeit an dem relativ steilen Berghang eine bis zu 50 cm hohe Rinne geschaffen. Bei unserer Vorwanderung am 12. April plätscherte das Quellwasser noch munter die Rinne hinunter, die nun aber aufgrund der Trockenheit leider kein Wasser führte. Der Inhalt einer Trinkflasche probeweise ausgeleert versickerte im Nu in der Rinne. Trotzdem musste man das Naturdenkmal natürlich bestaunen. Der Wald wurde wieder verlassen und erst abwärts weiter Richtung Kleukheim, an einer Gabelung dann links durch Feld und Wiese auf den Hügel Melm gewandert, wozu ein Waldstück zu durch- und die Ortsverbindungsstraße nach Roschlaub zu überqueren war. Am Melm überquerten wir die Straße nach Schweißdorf, um erst einen Schotterweg zu nehmen und dann von diesem nach rechts auf einen Wiesenweg abzubiegen, der uns direkt entlang eines Grabens zur Kirche von Schweißdorf führte. Die Kirche ist eine Besonderheit, im Jahre 1754 als Wallfahrtskapelle bei Oberhaid, Lkr. Bamberg erbaut, war sie von 1862 bis 1867 Stein für Stein nach Schweißdorf umgesetzt worden. Sie beherbergt einen Hochaltar, der die Taufe Jesu durch Johannes und dessen Schüler Andreas und Johannes zeigt, die späteren Jünger Jesu. Johannes der Täufer ist auch der Patron der Kirche. Nach der uns von Herrn Finzel, Schweißdorf, ermöglichten Besichtigung der Kirche folgten wir der Fahrstraße nach Burgellern ein paar Hundert Meter, um dann links in einen Flurweg abzubiegen und vorbei an einer Maschinenhalle Burgellern anzusteuern. Auf nunmehr bekanntem Weg durch den Ort hatten wir nach ca. 7 Std., 20 km, ein paar mehr als avisiert und 270 Höhenmetern, unseren Ausgangspunkt wieder erreicht.

 

 

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