Auch wenn der ein oder andere Wanderer nach dem Aufstehen am Morgen aus dem Fenster sah und die Dächer, die der Nachtfrost weiß gefärbt hatte, ihm verkündeten, dass es sehr kalt sein wird, so machten sich doch 26 unerschrockene Wanderinnen und Wanderer auf nach Pretzfeld. Wie heißt es so schön? „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung“. Also war Zwiebellook angesagt und der Regenschirm ein weiteres Packstück im Rucksack.

In Fahrgemeinschaft fuhr die Gruppe nach Pretzfeld. Dort am Wanderparkplatz unterhalb des Pretzfelder Kellers begann die Wanderung durch Streuobstwiesen hinauf zum Trauerwald. Hänge voller Bärlauch verströmten den typischen Knoblauchgeruch im Wald. Mitten auf dem Weg wurde ein Teil eines Wildschweinkieferknochen gefunden und nach ausgiebiger Betrachtung war man sich einig: „Nein, diesem Tier wollte man nicht zu dessen Lebzeiten begegnet sein“.

Steil ging es den Pilgersteig hinauf zur kleinen Andachtskapelle. Nach einer kurzen Rast führte der Weg weiter zur  Wallerwarte. Weit ins fränkische Umland schweifte der Blick und so konnte am Horizont das Walberla, die Kirche Sankt Anna und Burg Feuerstein ausgemacht werden. Weiter führte der Weg zum Schlüsselstein und auch dort schaute man noch einmal ins Land und entdeckte nun auch noch die Burg Greifenstein. Immer wieder begegneten uns Wanderer auf unserem Weg zum idyllisch im Wald gelegenen Pretzfelder Judenfriedhof. Dort herrschte eine besondere Ruhe und durch das Tor konnte man die alten Grabsteine sehen. Entlang des Höhenrückens wanderten wir zur Ruine Diederichstein. Vom Aussichtspunkt aus schauten wir dem Naturschauspiel zu, wie einzelne Schneegraupelschauer durch das Trubachtal zogen. In einer Mulde geschützt machten wir Rast und ein kleiner selbstgemachter Likör, den Wanderführer Robert Matzke austeilte, wärmte uns von innen, bevor wir aus dem Wald hinaus auf eine weitläufige Wiese traten. Der wohl schönste und in voller Blüte stehende Kirschbaum weit und breit lud regelrecht zu einem Gruppenbild ein.

 

Schade, dass es zu kalt war, denn sonst hätten wohl viele Bienen und Hummeln das gastliche Angebot des Baumes angenommen und an den Blüten genascht. An einigen Kirschbäumen waren die Knospen an den Ästen braun und man war der Meinung, die Blüten seien erfroren. Aber beim näheren Hinsehen stellten wir fest, dass es wohl eine spätere Sorte sein muss, da die Knospen am Aufspringen sind.

Nach dem Abstieg durch den wildromantischen Weißenbachgrund mit seinen Kalkkaskaden wanderte die Gruppe vorbei an der Mariengrotte. Erfreute man sich noch vor wenigen Augenblicken an dem frischen Grün der Buchen so zogen am Himmel dunkle Wolken auf und brachten einen Schneegraupelschauer allerbester Güte. Aber uns konnte er nicht mehr schrecken, denn wir waren  vorbei an den Pretzfelder Bierkellern wieder zurück am Parkplatz.

Gemeinsam kehrte die Gruppe anschließend in Wannbach ein und genoss dort ausgiebig die gute fränkische Küche, bevor man zurück nach Neustadt fuhr.

Ramona Matzke

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