Der Wanderführer war nicht schlecht erstaunt, als sich am 12.06.2016, um 08.30 Uhr trotz denkbar schlechter Wetterprognose 16 Teilnehmer am Angerparkplatz zur Abfahrt ins Fichtelgebirge einfanden. Die Fahrt nach Wunsiedel verzögerte sich aufgrund mehrerer Umleitungen bei Bad Berneck um fast eine dreiviertel Stunde, erfreulich aber, dass sich der Himmel zusehends aufhellte. Gut gelaunt ging es um 10.45 Uhr vom Parkplatz der Luisenburg-Festspiele los, erst ein Stückchen abwärts und dann dem mit rotem Ring gekennzeichneten Weg Süd ostwärts folgend. Durch lichten Mischwald führte die Strecke bald an der Abzweigung nach Bad Alexandersbad vorbei und etwas später abwärts in das Dorf Kleinwendern (600 m NN) hinein (3,5 km). An einer Sitzgruppe in Ortsmitte wurde Rast gemacht, wobei Christas Tischdecke wieder einmal die zünftige Unterlage bildete. Nach Genuss der üblichen Mitbringsel ging es weiter, vor uns lagen 350 Höhenmeter, die auf der Route 6 zu bewältigen waren. Mal sanft, mal steiler führte der Pfad durch hohen Mischwald, übersät mit großen und kleineren Granitblöcken, bis das Naturdenkmal „Püttnersfelsen“ erreicht war, was auch zum Aufschließen der Gruppe diente. Die mehrere 100 m lange hohe Felsformationen sind beeindruckend. Bald darauf stieß der Pfad auf einen breiten Forstweg, der zum Ende hin kräftig anstieg und dem wir bis zum Kösseinehaus am Gipfel (945 m) folgten (13.10 Uhr, 8 km). Der freundliche Wirt ließ uns auf der großen, bereits gut besuchten Terrasse Platz nehmen, als kurz darauf ein Gewitter im Anzug war und erste Regentropfen fielen. Wir wechselten deshalb in das großräumige Berghaus, wo ein Raum für unsere Gruppe reserviert war und wir das Mittagessen in aller Ruhe einnehmen konnten. Eine Stunde später, die dunklen Gewitterwolken hatten sich verzogen, traten wir den Abstieg an, begleitet hie und da von ein paar Regentropfen. 80 m tiefer, „Am Brünnerl“, Richtungsänderung auf den Fränkischen Gebirgsweg, der uns auf stein- und wurzel- reichem Grund hinunter zum „Haberstein“ brachte, einem riesigen Granitfelsen, der von Kletterern besucht wird. Nächstes Ziel war der „Burgsteinfelsen“ (869 m), ein Geotop nahe dem Gipfel des Burgsteins, was wieder ca. 100 Hm bedeutete.

Steinstufen und Holztreppen führen seit 1790 zu der Kanzel, von der aus wir fast alle Berge des Fichtelgebirges sehen konnten.

    

Etwas tiefer stießen wir 800 m weiter auf den einzeln stehenden großen „Kaiser-Wilhelms-Felsen“, der anlässlich der 100Jahrfeier des Kaisers 1897 zugänglich gemacht wurde. Ein Wegstück weiter entschied sich die Gruppe, den kostenpflichtigen Abstieg durch das Felsenlabyrinth der Luisenburg zu wählen, was vom Wanderführer aufgrund der sehenswerten Felsformationen empfohlen und im Nachhinein auch von keinem bereut wurde. Interessiert wurden im Folgenden mehrere Aussichtskanzeln auf hohen Felsen, Treppen und enge höhlenartige Felsdurchgänge bestiegen und in Granit gemeißelte Sprüche nachdenklich zur Kenntnis genommen. Gegen 17.00 Uhr wurden die Fahrzeuge nach ca. 14 km Wanderstrecke wieder erreicht. Begeistert von dem Erlebten und froh, teilgenommen zu haben, wurde wenig später die Heimreise angetreten.

 

F.Brückner  

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