Da wir als Gruppe am vorgesehenen Termin in der einzig möglichen Einkehr im Landgasthof Wacker in Gauerstadt nicht untergekommen wären, musste die Wanderung eine Woche auf Sonntag, den 15. Oktober 2017 vorverlegt werden. Das war letztlich gut, denn es herrschte wunderbares Wanderwetter als wir von der Mühlenstraße aus mit 11 Mitgliedern und 2 Gastdamen mit 3 Pkw’s zur Fahrt nach Rodach starteten. Ein Mitglied stieß in Rodach noch am Parkplatz des Thermalbades zu uns.

Frohgemut machten wir uns auf den Weg und kamen beim Anstieg zum Georgenberg leicht ins Schwitzen. Dort bestiegen wir natürlich den 30 Meter hohen Aussichtsturm „Henneberger Warte“, der seit 1987 ein Anziehungspunkt des Georgenbergs ist. Die 132 Stufen waren für alle ein Klacks. Belohnt wurden wir mit einem herrlichen Rundblick in das Bad Rodacher Umland. Die Laubwälder hatten schon eine wunderbare herbstliche Färbung angenommen und setzten sich von den Nadelwaldgruppen farblich schön ab. Dazwischen tief liegende weiße Nebelfelder, ein Anblick der einem das Herz höher schlagen ließ. Schließlich die Krönung, die im leichten Dunst liegende Heldburg, der Straufhain und zu erahnen, der Große und Kleine Gleichberg. Über einen schmalen, kaum begangenen Waldweg, gelangten wir auf einen Forstweg und durch den Langen Grund zu einem schnuckeligen, runden Holzpavillon in dem wir unser Frühstück zu uns nahmen.

Bei einer vor 37 Jahren von mir geführten Wanderung hatten wir ebenfalls schon hier gefrühstückt. Der heutige Pavillon ist jedoch Anfang der 90-iger Jahre in gleicher Form von Mitgliedern des Bundesgrenzschutzes neu erstellt worden. Er ist rundherum mit Bänken versehen und in der Mitte mit einem runden Tisch ausgestattet. Man könnte meinen, er wäre für unsere Gruppe erstellt, denn er bot genau unseren 14 Personen Platz. Neben den süßen und flüssigen Angeboten auf dem Tisch, war von hier nochmals der Blick zur Heldburg zu genießen. Der Aufbruch der geselligen, gut gestimmten Runde fiel manchen nicht leicht.

Weiter auf einem Forstweg und leider unvermeidliche ca. 200 Meter auf einer Asphaltstraße gelangen wir wieder auf einen weichen, schmalen Waldpfad zum nächsten Ziel, der Bratwursteiche. Von der ursprünglichen Eiche ist nur noch ein kleiner, vertrockneter Rest zu sehen. Sie wurde 1818 von Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg-Saalfeld anlässlich einer Jagd gepflanzt. Der Platz wurde später und wird heute noch von der Bevölkerung zum Picknicken genutzt. Jetzt befinden sich hier ein kleiner Unterstellplatz und eine 1970 neu gepflanzte Eiche. Kurze Zeit später kamen wir an einem Hünengrab vorbei, das heute mit Tisch und Bank aus bemoosten Steinen ebenfalls zur Rast genutzt werden kann. Nun wurde der Weg sehr schmal, teilweise etwas sumpfig mit vielen Spuren von Wildschweinen, aber wir kamen unbehelligt an die Tippachquelle, einen Nebenfluss der Rodach. Vorbei an mit viel Liebe angelegten kleinen Fischteichen, die besonders zur jetzigen Jahreszeit lieblich anzuschauen waren, erreichten wir Gauerstadt.

An diesem Tag war hier Kirchweih. Eine kleine Kapelle intonierte „Kerweständela“. Als Sie unsere Wandergruppe erblickten, hatten sie auch für uns etwas auf dem Programm. „Mein Vater war ein Wandermann“ und „Das Wandern ist des Müllers Lust“ regten uns zum Mitsingen an. Eine feine Geste, die nicht selbstverständlich ist. Im Landgasthof Wacker waren trotz des Kirchweihtages schöne Plätze reserviert. Die servierten Speisen schmeckten vorzüglich, die Bedienung freundlich und aufmerksam. So konnten wir gestärkt und zufrieden bei herrlichstem Sonnenschein auch die kürzere Nachmittagsetappe angehen.

An der Hainmühle vorbei erreichten wir den Gauerstädter Berg. Hier lud eine kleine Sitzgruppe noch zu einer kurzen Rast ein. Leider war in den darunter liegenden Auen, das bei der Vorwanderung entdeckte Storchenpaar diesmal nicht zu sehen. Wahrscheinlich waren sonntags zu viele Menschen unterwegs. So wurde wenigsten keine Wanderin ins Bein gebissen. Mit dem Bewusstsein, mit der Sektion Neustadt des Deutschen Alpenvereins wieder einen ausgefüllten Sonntag verbracht zu haben, verabschiedeten sich die Wanderer am Ausgangspunkt.

Kurt Herrmann

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