Zwölf Sektionsmitglieder hatten sich am 17. Juni am Parkplatz Mühlenstraße eingefunden um den Sonnenschein zu nutzen und sich auf die Akazienwanderung zu begeben. 8 Uhr war der Start und nach einer knappen Stunde hatten die drei Pkw’s den Ausgangspunkt Melkendorf bei Kulmbach erreicht. Erstaunt reagierten die Wanderer, als zu Beginn des eigentlichen Wanderwegs eine Absperrung des schmalen Weges das weitere Begehen behinderte. Eine Information wies auf die von den Eichenprozessionsspinnern befallenen Eichen hin. Der Kontakt mit den Härchen dieser Raupen führt zu heftigen allergischen Reaktionen. Wir haben Vorsicht walten lassen und den Durchgang trotzdem gewagt. Probleme blieben aus. Wieder im freien Gelände erreichten wir das Schloss Steinenhausen. Es wurde im 13./14. Jahrhundert erbaut. Besitzer waren bis 1935 die Freiherren von Guttenberg. Während und nach dem Krieg wurde es vielfältig genutzt. Heute findet sich das Landesamt für Umweltschutz darin. Nach kurzem Abstieg erreichten wir den Zusammenfluss des aus dem Fichtelgebirge kommenden Weißen Main mit dem Roten Main der bei Creussen entspringt. Eine wunderbar geschaffene Sitzlandschaft mit kompakten Tischen und Stühlen war prädestiniert hier das Frühstück einzunehmen. Der Platz ist umrahmt von etlichen nützlichen Hinweistafeln. Auch eine Brücke führt über den neu entstandenen Main. Die Anlage wird von Wanderern und Radfahren gerne in Anspruch genommen. Durch einen Hohlweg, der sich nach dem Dorf Frankenberg als Akazienallee fortsetzte, erreichten wir wieder die freie Natur und das Dörfchen Guntersreuth. Leider waren die Akazien, die bei der Vorwanderung noch weiß blühten und herrlichen Duft verströmten inzwischen abgeblüht. Bevor wir das nette Örtchen Wüstenbuchau erreichten, war es dann soweit, am linken Wegrand ein Kirschbaum mit den herrlichsten, dunkelroten Kirschen, die bis an die untersten Äste wuchsen. Ganz klar, dass hier kein Vorbeikommen war. Erst der Hinweis auf die fortschreitende Zeit, konnte zum Weiterwandern bewegen. Im Ort eine kurze Rast am schönen Dorfplatz mit Brunnen und einer wunderbaren alten Linde. Mehr durch Zufall stießen wir dann am Rande des Mainecker Forstes auf ein Kreuzsteinnest. Es besteht aus vier ca.150 cm großen, 20 cm dicken Sandsteinquadern, die mit Kreuzen versehen sind. Marktgraf Alexander ließ sie Ende des 18. Jahrhunderts anlegen. Der Sage nach, sind hier vier Handwerksburschen in Streit geraden und haben sich gegenseitig tödliche verwundet. Wieder einen Hohlweg hinab, gelangen wir in das schmucke Motschenbach. Es weist viele gepflegte Fachwerkhäuser auf. Der katholischen Kirche St. Materus statten wir einen Besuch ab und erfreuten uns an den prächtigen Altären. Nun nochmals kurz steil bergauf, kamen wir zu einem alten Wasserreservoir, welches mit dicken Akazien eingefasst ist. Bis zum Gasthof „Zur Linde“ in Willmersreuth war es nur noch ein kurzes Stück Weg. Willmersreuth war in den 60er/70er Jahren als „Göckerlesreuth“ bekannt. Uns war ein schöner Tisch im Freien vor dem Gasthaus reserviert und wir ließen uns die verschiedensten, gut zubereiteten Speisen und Getränke munden. Das am Abend stattfindende erste WM-Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft trieb uns etwas zur Eile an und hinab ging es in die Mainebene. Am Ortseingang von Mainleus wanderten wir am Freibad und Sportstätten vorbei in das Naherholungsgebiet Mainaue mit seinen großen Seen, an deren Rändern sich die Badegäste in der Sonne aalten. Gerne hätten wir hier nochmals gerastet. Aber es musste weiter gehen. Vorbei an Oberauhof erreichten wir so rechtzeitig unseren Ausgangsort Melkendorf. Alle waren sich einig, dass es zu den schönsten Sonntagsvergnügen gehört, mit der DAV-Sektion Neustadt mit netten, aufgeschlossenen Menschen in Gottes Natur zu wandern.

Kurt Herrmann

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