Auf dem Kreuzberg (Bamberg)

Unsere diesjährige Ostermontagswanderung am 2. April 2018 führte uns rund um und über den Kreuzberg bei Bamberg. Im Gegensatz zum letzten Jahr, als wir im Schnee wanderten, war es dieses Jahr der erste richtig schöne Sonnentag und den wollte auch eine größere Schar Wanderfreunde und -freundinnen nach dem langen Winter nutzen. Mit dem Auto ging es zu unserem Ausgangspunkt, dem Wanderparkplatz Sandhof bei Oberhaid. Gleich zu Beginn unserer Wanderung wollten wir dem ehemaligen Jesuitengut Sandhof unsere Aufmerksamkeit schenken, aber der heutige Besitzer war diesem nicht so richtig wohl gesonnen und hätte mit etwas mehr Freundlichkeit das gleiche erreicht, nämlich von einem Betreten des Innenhofes Abstand zu nehmen. So haben wir nach kurzer Stippvisite der Ringmauer und der Franz-Xaver-Kapelle unsere Wanderung begonnen. Der Sandhof wurde erstmals im Jahre 1497 erwähnt. Der Name kommt vom sandigen Untergrund in dieser Gegend. In den Jahren 1639 bis 1773 bewohnte der Bamberger Jesuitenorden den Hof.

Da wir die Wanderung in umgekehrter Richtung, wie in der Wanderausschreibung beschrieben, durchführten, war eine gewisse Aufmerksamkeit des Wanderführers gefragt. Er hatte dies aber SUPER im Griff. Ein erstes Etappenziel war der Mönchssee, der an diesem schönen Tag eine herrliche Wasserspieglung zeigte. Weiter ging es zum Johannishof, wo eine Rast eingelegt wurde. Der Hof wurde erstmals 1147 erwähnt, als dort die Kirche St. Johannes eingeweiht wurde.  Die Kapelle St. Johann wurde im Jahre 1862 abgebrochen und in Schweisdorf wieder aufgebaut. Später wurde der Johannishof ein staatliches Forsthaus, dann ein Ausflugslokal und heute besteht er aus herrlichen Eigentumswohnungen und ist somit in Privatbesitz, wie uns eine Bewohnerin erklärte. Nach diesen interessanten Schilderungen ging es aber weiter am Hubertusstein vorbei zum „Tempel“ auf dem Kreuzberggipfel. Der Tempel ist eine offene Kapelle und das Ende eines Kreuzweges. An der Kreuzwegstation vorbei ging es nun bergab bis zum Vermisstenkreuz. Hier hat man einen herrlichen Rundblick auf Bamberg und das Maintal, der auch ausgiebig von den Wanderern genossen wurde. Weiter ging es bergab am Mainufer entlang zur Mittagseinkehr „Waldschänke Rabenhorst“. Nach einer zünftigen Mittagspause führte unsere Strecke am Ufer entlang bis zur Ruine Helenenkapelle. Am Rand des Wanderwegs lagen die bekannten Kemmerner Bierkeller, die gerne zu einer Rast eingeladen hätten, aber wir ließen sie alle links liegen. Bevor wir die Ruine Helenenkapelle erreichten, hieß es erst nochmals Treppen steigen. Die Kapelle liegt in einem Ringwald, der auf eine kultische Nutzung bereits zur Zeit der Kelten hindeutet und weist eine vermutlich vor- oder frühgeschichtliche Abschnittsbefestigung auf. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es einige Sagen um diesen Ort gibt. Die Kapelle wurde erstmals1540 erwähnt. Die spätgotische Steinkapelle besaß einen halbrunden Apsis, fünf Fenster und einen Turm mit Glocke. Nach einer kurzen Rast führte die Tour weiter über den Semberg zurück zu den Autos.

Dietmar Schaller

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