Ganztagswanderung über die Hügel von Sulzfeld im Grabfeld am Ostermontag, 01. April 2013, Tourenbegleiterin: Anne Tischer Teilnehmer: 11 Mitglieder, 2 Gäste - Tourenlänge: 15 km, 500 Höhenmeter, 5 Std. (o. Rast)

Tourenverlauf: Wanderung auf dem mit rotem Turm sehr gut markierten Burgen- und Schlösserweg – vom Dorfplatz in Sulzfeld über die Raiffeisenstraße – nach 300 m links ab nach Kleinbardorf zum Wasserschloss, km 2 – über den Keltenring Aufstieg zum Judenhügel mit Judenfriedhof, km 3 – Brotzeit am Annabild, km 4 – durch den Höhberg abwärts zum Johanneshof, km 7 – Mittagseinkehr im Feriendorf, Waldcafe, km 8, 12.15 Uhr – 14.00 Uhr Aufstieg zum Breitenberg über die Vierzehnheiligenkapelle bis Wegegabel, km 10 – rechts abwärts bis Wegegabel, km 11 – links ab und Aufstieg zur Ruine Wildberg, km 11,5 – Abstieg nach Sulzfeld über Freizeitsee und Kirchenburg zum Dorfplatz, km 15, 16.45 Uhr

wasserschlossDas Kleinbardorfer Wasserschloss ging im 16. Jh. aus einem Rittersitz hervor und wechselte mehrfach seine adligen Besitzer. Es gilt als das kleinste Wasserschloss Unterfrankens und steht seit Ende des 19. Jahrhunderts in Privatbesitz. Zu dem Gut gehört noch eine Zehntscheune mit Garten und gut erhaltenem alten Mauerwerk. Angegliedert ist ein kleiner Rundweg, auf dem man Skulpturen einer Künstlerin besichtigen kann. Nicht weit entfernt sind die Reste einer jüdischen Synagoge in ein landwirtschaftliches Anwesen integriert.

 

judenbergVon Kleinbardorf ging es etwas steil hinauf zum Judenberg, wo sich umrahmt von Ringwällen einer keltischen Fliehburg der große jüdische Friedhof mit über 4400 Grabsteinen ausbreitet. Hier wurden bis 1938 Bestattungen von 27 umliegenden Gemeinden durchgeführt. Im 19. Jahrhundert war ein Drittel der Bevölkerung jüdischer Abstammung. Erhalten geblieben ist die Tahara (Waschhaus). Der Friedhof gilt als einer der größten dieser Art in Bayern. Der Wanderweg führt mitten hindurch und nach 1 km zu einer kleinen Gedenkstätte, dem „Annabild“ mit herrlichem Blick über Bad Königshofen auf die Gleichberge.

wildburgDie Ruine der 1123 errichteten und im Bauernkrieg 1525 vom „Bildhäuser Haufen“ zerstörten Wildburg liegt etwas unterhalb des Großen Breitenberges (497m); neben sehenswerten Mauerresten sind noch zwei Gewölberäume erhalten geblieben; hier lebte 11 Jahre lang ein Landwirt aus Sulzfeld als Eremit. Die Ruine liegt unmittelbar am Wanderweg. Von ihren Mauern blickt man über Sulzfeld auf die Rhönberge im Norden, am Wandertag noch schneebedeckt. Nach gemächlichem Abstieg gelangt man vorbei am Freizeitsee mit Camping Platz zurück in den Ort und zum Ausgangspunkt der Tour.

 

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