Apt Degen SteigEs ist eine alte Weisheit, dass „Wein lustig macht“ und dies machte sich auch bei den 24 Wanderfreundinnen und -freunden der Sektion Neustadt des Deutschen Alpenvereins bemerkbar, als sie am 2. August 2014 nach einer Wanderung auf dem Abt-Degen-Steig das 30. Zeiler Altstadtweinfest besuchten. Angesichts der „beschwingenden Wirkung“ des Weins war es Wanderführer Dieter Seyfarth von vorneherein klar, die Fahrt nach Zeil a. Main mit der Deutschen Bahn AG anzutreten. In bester Stimmung, für die unter anderem das ausgesprochen gute Sommerwetter beitrug, wurde vom Zeiler Bahnhof der Anstieg über die schmale Schmachtenbergstraße gewählt, um am Abt-Degen-Denkmal mit der Wanderung auf dem Abt-Degen-Steig zu beginnen. Der Steig hat seinen Namen von dem am 25. August 1625 in Zeil am Main geborenen Abt Alberich Degen. Ohne ihn wäre uns der heute für Franken so charakteristische Silvaner vorenthalten geblieben; denn er hat als 42. Abt des Zisterzienserklosters Ebrach im Jahre 1665 die Silvaner- rebe in Franken eingeführt. Der Wanderweg führte durch wunderschöne und recht steile Weinberge über die Ortschaft Ziegelanger bis hin nach Steinbach. Dabei boten sich reizvolle Ausblicke über das rechts unten liegende Maintal mit der Barockkirche Maria Limbach, die immer wieder ein Blickfang war. Recht abwechslungsreich war die Strecke vor allem im Bereich des Naturschutzgebietes „Pfaffenberg“ mit den alten Winzertreppen in den teilweise historischen, mittelalterlichen Rebhängen. Am Ortsrand von Steinbach mündete der Weinwanderweg in einen Höhenweg, der oberhalb der Weinhänge entlang von Wiesen und Feldern in Richtung Zeiler Käppele führt. Etwa einen Kilometer vorher weist auf einem Waldparkplatz ein Schild zur Ruine Schmachtenberg. Trotz erster Ermüdungserscheinungen unternahmen die DAV-Wanderer einen Abstecher dorthin, um von dort aus den herrlichen Blick auf Zeil a. Main und das Maintal zu genießen. Ursprünglich wurde die Burg um 1420/1430 errichtet. Nun war es gottlob nicht mehr weit zum Zeiler Käppele. In der wunderschönen Wallfahtskirche, auch das „Fränkische Lourdes“ genannt, erzählte die nette Mesnerin sehr anschaulich und ganz engagiert aus der Geschichte der Kirche. Ihren Ausführungen zufolge wurde das Zeiler Käppele von 1894 bis 1897 unter dem damaligen Zeiler Pfarrer Karl Link erbaut. Dieser war im bekannten Wallfahrtsort Lourdes gewesen und wollte in Zeil für die Menschen, die allein schon aus finanziellen Gründen – nicht so weit fahren konnten, ein „Fränkische Lourdes“ erbauen. Es solle eine Gebetsstätte zur Ehre Gottes, zur Verehrung der Muttergottes Maria und zum Wohl betender Menschen und Ruhe suchender Besucher werden. Nach diesen mehr geistigen Erfahrungen gönnten sich anschließend die Wanderer in der unmittelbar sich daneben befindlichen Bergwirtschaft einen frischen Trunk. Doch dann ging es auf „Schusters Rappen“ weiter durch einen schattigen Buchenwald über das Naturfreundehaus und gemütlichen Wegen hinein nach Zeil a. Main. Fast auf die Minute genau um 15 Uhr erreichten die DAVler nach ca. 15 Kilometern die gemütliche Altstadt mit dem Marktplatz dieses schönen Weinstädtchens. Die offizielle Eröffnung des 30. Zeiler Altstadtweinfestes mit einem bunten Festumzug war schon ein besonders schönes Erlebnis. Er wurde angeführt von der Stadtkapelle Zeil am Main. Dahinter folgten Trachtengruppen, festlich geschmückte Kinder der örtlichen Kindergärten, historische Gruppen, in denen natürlich der alte „Abt Degen“ nicht fehlte und weitere Musikkapellen und dies alles auf einem bunt geschmückten, von alten Fachwerkhäusern umrahmten und mit Tausenden von Menschen gefüllten Marktplatz. Die Wanderer hatten ihr Ziel erreicht und konnten sich nun von dem Mühen der Wanderung erholen. Imbiss-, Getränke und Weinstände gab es in Hülle und Fülle. Da wurde für jedermann etwas geboten. Die Zeiler Altstadt füllte sich durch ankommende Gäste immer mehr, so dass es kaum noch ein Durchkommen gab. In gemütlicher Runde und berieselt von fränkischer Musik ließen sich die Neustadter den Wein munden, vom Riesling bis zum Silvaner und vom Rotling über den Spätburgunder bis zur Domina. So war es kein Wunder, dass die Neustadter kurz nach 18 Uhr beschwingt und in weinseliger Stimmung die Zugrückfahrt nach Neustadt antraten.

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