Zu dieser Wanderung am 20. September ist ein kurzer Vorspann angebracht. Bereits 6 Wochen vorher habe ich mit meiner Elisabeth bei herrlichstem Sonnenschein die Vorwanderung durchgeführt. Die Mittagseinkehr war im Berggasthof beim Bayerturm vorgesehen, die einzige Möglichkeit auf dieser Tour. Die Wirtin erklärte uns jedoch kurz und bündig, dass sie am Wandertag bereits eine Gesellschaft hat und schupp, war die Tür zu. So konnten auch wir beide uns nicht stärken, denn Frühstück hatten wir keines mitgenommen. Auch der 38 Meter hohen Bayernturm war nicht zu besteigen, da wir die erforderlichen zwei 1,-Euro-Münzen nicht verfügbar hatten. Trotzdem haben wir am Spätnachmittag noch den herrlichen Rundblick von der Aussichtsplattform des Turmes genossen. Thüringen und in die Weite des Grabfelds bis zur Rhön waren in bestem Licht. Am Wanderschluss hatten wir uns nämlich in Sulzfeld die erforderlichen Münzen eingetauscht und sind zum Turm gefahren.

GrabfeldgauNun zur eigentlichen Wanderung. Für diesen Tag hatte der Wetterbericht trübe Aussichten mit viel Regen vorhergesagt. Eine Absage hatten wir in Erwägung gezogen. Umso erstaunter waren wir, als sich 15 Wanderer am Treffpunkt Mühlen-straße eingefunden hatten, die noch durch unsere „alten“ Mitglieder Inge und Peter Anton aus Weidhausen verstärkt wurden und in Sulzdorf an der Lederhecke zu uns gestoßen sind. Die regenlose Anfahrt wurde genau mit der Ankunft am Parkplatz des Ausgangsortes beendet. Es schüttete, was vom Himmel kommen konnte. An ein Aussteigen war nicht zu denken und so verbrachten wir erst 25 Minuten in den Autos. Bei leichterem Regen machten wir uns dann auf den Weg und erreichten nach etwa 3 km das kleine Dorf Schwanhausen. Die Nässe verstärkte sich nun im doppelten Sinne, denn die Wanderwege bis Zimmerau sind wenig befahren und größtenteils mit Gras bewachsen, was manchem nun auch noch von unten Feuchtig keit bescherte. Wir haben die Wiesenwege trotzdem dem Asphalt vorgezogen. Beim Gang durch den wirklich reizenden Ort ist uns bei diesem Wetter nicht ein Mensch begegnet. Über einige Stufen hoch sind wir schließlich am Bayernturm auf dem Büchelberg angelangt. Hier haben wir in einem massiven, überdachten Unterstellhäuschen, ausgestattet mit Holztisch und –bänken, unser „Mittagsmahl“ aus dem Rucksack bei bester Stimmung zu uns genommen. Während dieser Zeit hat der Regen auch aufgehört. Eine Besteigung des Bayernturms über die 180 Stufen konnte wegen eines Defekts am Turmeingang nicht erfolgen. Das merkten wir erst nach Einwurf einiger Euromünzen. Genug 1,-Euro-Münzen hatte ich vorsorglich dabei. Es war kein großer Verlust, denn die Sicht wäre bei diesen Verhältnissen sowieso mehr als bescheiden gewesen. Elisabeth und ich ahnten zwar, dass der nun folgende Abstieg auf einem steilen und lehmigen Pfad problematisch sein könnte. Trotzdem haben wir ihn genommen, denn der Weg dorthin führte am Berggasthof vorbei und Elisabeth wollte sehen, ob dort wirklich eine Feier stattfand. Es war so. die Wirtin hatte uns also nicht angelogen, wie wir ihr bei der Vorwanderung unterstellt hatten Der Pfad abwärts war für die Ersten noch zu gehen, aber die Letzten sind wegen massiver Sturzgefahr lieber wieder zurückgegangen. Mich hat es bei einer vorgesehenen Rettungsaktion erwischt und Hose und Anorak waren einseitig entsprechend lehmverschmiert. Am wunderschönen Barockschloss Sternberg kam sie dann wieder zusammen. Die dem Pfad hinunter gekommenen und die Umkehrer. Sternberg wurde im 12. Jahrhundert von den Hennebergern errichtet und war zwischenzeitlich auch im Besitz der Coburger Herzöge. Heute ist es Eigentum einer religiösen Gemeinschaft aus der Schweiz. Die Bauweise symbolisiert mit den 4 Türmen die Jahreszeiten, mit den zwölf Kaminen die Monate, den 52 Türen die Wochen und schließlich mit den 365 Fenstern für die Tage den Jahresverlauf. Das Schloss befindet sich mit seinen gepflegten Außenanlagen in sehr gutem Zustand.

Kaum hatten wir es hinter uns gelassen, begann wieder Starkregen, der auch von dem zu durchwandernden Laubwald kaum gemindert wurde. Nach Überquerung der Bundesstraße 279 gelangen wir schließlich an den idyllisch gelegenen Reuthsee. Hier wurde noch eine kurze Rast eingelegt, zumal der Himmel gerade mal keine Tränen weinte. Der Ausgangspunkt Sulzdorf an der Lederhecke war dann in Kürze erreicht. Trotz der fast ganztags anhaltenden hohen „Luftfeuchtigkeit“ waren sich die Teilnehmer einig, wieder eine schöne Sektionstour erlebt zu haben.

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