Die diesjährige Buswanderfahrt nach Thüringen gestaltete sich als sehr abwechslungsreich; denn neben einer kurzen, aber reizvollen Wanderung, gab es auch einen interessanten Aussichtsturm, prachtvolle Schlösser, toll angelegte Gartenanlagen, eine außergewöhnlich schöne Schlosskirche sowie mit Jena eine durchaus sehenswerte und beeindruckende Stadt im Saaletal zu entdecken.

Mit 2. Vorsitzenden Dieter Seyfarth als Reiseleiter und Organisator führte die Fahrt mit 45 Teilnehmern in den frühen Morgenstunden des 4. August über Neuhaus am Rennweg, Oberweißbach, Bad Blankenburg und Rudolstadt zunächst zu der am Fuße des Hummelsberges idyllisch gelegenen Ortschaft Kleinkochberg. Von hier aus schlängelt sich eine schmale Zufahrtsstraße zum 515 Meter hohen Hummelsberg hinauf, auf dem sich der schon von weitem sichtbare Luisenturm, das erste Tagesziel, erhebt. Zunächst wurde hier am Turmplatz eine zünftige Rast eingelegt. Zur Stärkung gab es Polnische mit Brot sowie leckere hausbackene Kuchen mit Kaffee. Dies gab vielen die Kraft, um die 78 Stufen auf den 18 Meter hohen Turm hinauf zu steigen. Von der Plattform aus hat man bei gutem Wetter einen Blick weit über das Saaletal und die Saale-Ilm-Platte bis zum Frankenwald und Thüringer Wald. Errichten ließ den Aussichtsturm James Patrick von Parry zu Ehren seiner am 22. April 1864 verstorbenen Gattin Luise, geb. von Stein und Enkelin der Charlotte von Stein. Parry, ein wohlhabender Engländer irischer Herkunft, war erst am Schweriner, dann am Weimarer Hof tätig, wo er geadelt wurde uns seine in Holland aufgewachsene Frau kennen lernte. Hier am Luisenturm beginnt oder endet der 28 Kilometer lange Goethewanderweg, der von Weimar über Neckeroda nach Großkochberg führt.

Während die „Fußkranken“ anschließend mit dem Bus zum Schloss Großkochberg fuhren, gingen die Wanderer auf die zwei Kilometer lange Wanderstrecke. Unmittelbar hinter dem Luisenturm führte ein schöner und gut ausgeschilderter Weg einen weiten Wiesenhang hinunter, der von kleinen Waldstücken und Obstbäumen immer wieder aufgelockert wurde. Es war eine leichte, aber sehr genussvolle Wanderstrecke, die am Ende mit den herrlichen Parkanlagen des Schlosses Großkochberg gekrönt wurde. Ein kurzer Rundgang durch die Schlossanlagen, wobei ein Blick in das „Liebhabertheater“ nicht fehlen durfte, schloss sich an. Das Theater verfügt über 75 Sitzplätze und bietet damit eine ganz eigene, intime Atmosphäre für Theater- und Opernaufführungen, aber auch kammermusikalische Ereignisse und Lesungen. Das Schlossensemble, ein ehemaliges Rittergut, wurde im April 2012 nach umfassender Restaurierung wiedereröffnet. Im Schloss befinden sich ein Restaurant und ein Schlossmuseum. Wertvollste Exponate sind zwei Schreibtische Goethes, der sich – durch die Freundschaft zu Charlotte von Stein – mehrfach zu Besuch auf Schloss Kochberg aufhielt.

Domburg 1Nächstes Ziel waren die Dornburger Schlösser, die sich majestätisch über der Saale in Dornburg-Camburg erheben. Wahrscheinlich beruht Dornburg auf einer fränkischen Siedlung. Erstmals wird Dornburg als „civitas“ (Pfalz, befestigte Siedlung) im Jahre 937 erwähnt. Leider war die direkte Zufahrt wegen Baumaßnahmen gesperrt, so dass eine fast 20 Kilometer lange Umleitungsstrecke gefahren werden musste. In einer kleinen Ortschaft bot sich zunächst ein kleiner Platz mit schattenspendenden Bäumen zum Mittagspicknick an. Wegen der durch die Umleitung verursachten Zeitverzögerung wurde innerhalb kürzester Zeit von vielen Helfern ein Picknick aufgebaut, das sich sehen lassen konnte: Frische Rot-, Weiß- und Leberwurst, Hartwurst, Käse, Gurken, Salat, Tomaten mit frischem Brot schmeckten vorzüglich. Dazu war auch ein Gläschen Rotwein nicht zu verachten.

Aus Zeitgründen konnte anschließend nur ein kurzer Rundgang durch die wunderschön angelegten Gartenanlagen der Dornburger Schlösser unternommen werden. Allein der Blick in das tief unten liegende Saaletal war schon sehr lohnend. Jedenfalls waren alle Teilnehmer von der Schönheit des Schlossensembles mit seinen unterschiedlichen Gartenanlagen sehr angetan.

Sicherlich werden sie sich irgendwann nochmals die Zeit nehmen, um die Dornburger Schlösser mit ihren unterschiedlichen Gartenanlagen ausführlich kennenzulernen.
Das dichtgedrängte Programm führte nun die die Buswandergruppe in die Stadt Eisenberg.

In der dortigen Schlosskirche, die wohl zurecht als „schönste Barockkirche Thüringens“ gilt, erzählte eine Kirchenführerin in knapper Form aus der Geschichte der von 1679 bis 1692 errichteten Kirche und stellte deren Besonderheiten vor. Zuletzt erfolgte in den Jahren 1989 bis 1992 eine komplexe Sanierung der Kirche, die am 1. Advent 1992 zum 300jährigen Jubiläum erneut festlich geweiht wurde. Die Barockkirche mit Kanzelaltar und der Donat-Trost-Orgel gehört zu den ungewöhnlichsten und schönsten sakralen Bauwerken in Thüringen. Sie ist zugleich ein typisches Zeugnis protestantischen Kirchenbaus, ein „barockes Theatrum sacrum“. Anschließend beeindruckte der Kantor mit einigen Stücken auf der Donat-Trost-Orgel, die zu den bedeutendsten Instrumenten im thüringisch-sächsischen Raum zählt.

Auf der Rückfahrt erfuhr die Neustadter Buswandergruppe bei einer Stadtrundfahrt mit einer sachkundigen Führerin sehr viel Interessantes über die rund 107.000 Einwohner zählende Universitätsstadt Jena. Auch hier waren sich alle einig, dass es sich lohnen würde, Jena nochmals zu besuchen, um diese Stadt noch intensiver zu entdecken.

Nach einer Abendeinkehr in der Gaststätte „Zum Roten Hirsch im Grünen Wald“ in Hoheneiche und der Rückfahrt über Schmiedefeld und Neuhaus am Rennweg endete ein schöner und erlebnisreicher Ausflug.

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