Die Truppe: Gerhard Jung (66), Dieter Stegner (54), Thomas Witter (49), Oliver Jung (44), Volker Stegner (41)
Der Termin: 27.09 bis 01.10.2012
Die Etappen: 1. Rottach-Egern-Bayralm-Gufferthütte
2. Gufferthütte-Achensee-Weidener Hütte
3. Weidener Hütte-Geiseljoch-Zillerta-Schlegeisspeicher-Dominikushütte
4. Schlegeisspeicher-Pfitscherjoch-Sterzing-Brixen
Tourdaten: Gesamtlänge ca. 220 km, Höhenmeter ca. 5440, Höchster Punkt 2296 m, Tiefster Punkt 528 m

Etappe 1: 27.09.2012
Rottach-Egern-Bayralm-Gufferthütte, Länge ca. 38 km, Höhenmeter 1095

Nach unserer Anfahrt (Start 6:00 Uhr in Neustadt) mit zwei PKWs fiel um 12:00 Uhr der Startschuss in Rottach-Egern. Zum Einfahren radelten wir relativ zügig auf einem gut befahrbaren Schotterweg Richtung Schwaiger Alm und dann hinauf zur Bayralm. Hier hatten wir die ersten 20 km hinter uns gelassen. Nach einem kurzen Rundumblick ging es weiter entlang der Bayrache auf einem sehrschönen aber durch die nassen Steine schwierig zu fahrenden Pfad neben dem Fluss hinab zur Erzherzog-Johann-Klause. Auf dieser Teilstrecke mussten wir die ersten Meter aufgrund des Gefälles und der nassen Steine laufen. Bei Sonnenschein und angenehmer Temperatur erreichten wir um ca. 14:15 die Erzherzog-Johann-Klause. Weiter ging unsere 1. Etappe dann hinauf zur Gufferthütte auf 1475 m. Dieser 10 km lange Anstieg auf Schotterweg hatte es in sich
(er wurde zur Hütte hin immer steiler) und somit war vorne kleines Blatt und zwischendurch hinten ganz großes Ritzel eingelegt. Um 16:45 Uhr hatten wir schließlich erschöpft (alle?) unser erstes Etappenziel, die Gufferthütte erreicht (Zur Gufferthütte: Höhenlage 1475 m).

Etappe 2: 28.09.2012
Gufferthütte-Achensee-Weidener Hütte, Länge ca. 68 km, Höhenmeter 1789

Nach überstandener erster Nacht erfolgte um 07:00 Uhr der Weckruf. Gestärkt durch das reichliche Frühstück machten wir uns um 08:45 Uhr auf die Sättel. Bereits zuvor wurden durch unseren eigenen Servicetechniker Volker - wie jeden Morgen - die Ketten geölt und die Reifen überprüft. Bei herrlichem Wetter, jedoch frischen Temperaturen, machten wir uns auf die rasante 8 km lange Abfahrt auf Schotterpiste Richtung Achensee. Unten angekommen mussten wir noch zwei Steigungen mit anschließenden Abfahrten überwinden und dann lag er vor uns, der Achensee, unser Zwischenziel. Auf schönem Radweg entlang des Seeufers radelten wir bis Maurach zu einer kurzen Kaffeepause. Weiter ging es dann auf der Bundesstraße rasend schnell hinab über Wiesing nach Jenbach, dann auf ebenen Radweg am Innufer entlang nach Pill. Jetzt hatte das gemütliche Radeln ein abruptes Ende. Es folgte ein Hammeranstieg über 18 km, zuerst auf Asphalt bis Weerberg, dann wechselten wir die Talseite nach rechts und folgten dem Schotterweg im Wald, teilweise mit Steigungen bis 24 %, bis zur Weidener Hütte auf 1800 m Höhe. Ankunft ca. 16:00 Uhr. Oben angekommen empfing uns
eine wunderschöne neu aufgebaute Berghütte (Haus) und ein super Ausblick auf das Inntal und die umliegenden Berge.

Etappe 3: 29.09.2012
Weidener Hütte-Geiseljoch-Schlegeisspeicher, Länge ca. 46 km, Höhenmeter 1573

Um 07:00 war die Nacht zu Ende. Um 08:30 machten wir uns auf den Weg Richtung Geiseljoch. Auf diesem Teilstück mussten wir ca. 500 Höhenmeter überwinden. Wir hatten keinen Meter zum Einfahren, sondern es ging gleich im kleinsten Gang zur 6 km langen Auffahrt. Zuerst auf Schotterweg, dann übergehend auf Pfad. Dieses Teilstück war nicht für alle fahrbar. Auf halber Strecke kam uns eine Herde Kühe vom Almabtrieb entgegen, Zeit für eine kurze Verschnaufpause. Um 10:00 Uhr waren wir schließlich gut oben abgekommen. Bei schöner Aussicht auf die Weidener Hütte und das Zillertal, jedoch sehr starken Wind, hielten wir uns nicht lange auf, sondern machten uns auf die lange Abfahrt (ca. 20 km) ins Zillertal, über Vorderlanersbach nach Finkenberg. Die Route führte uns zuerst auf einem kurzen Trailstück, dann auf Schotter und schließlich auf Asphalt ins Tal. Nach einer kleinen Stärkung in Finkenberg begann für uns die ca. 20 km lange Auffahrt zum Schlegeisspeicher. Zu Beginn auf Asphalt mit wenig Autoverkehr bei leichter bis mittlerer Steigung bis zur Mautstelle. Dann ging es rechts ab auf Schotterweg in Serpentinen steil hinauf, weiter auf Pfad bis ca. 5 km vor der gewaltigen Staumauer. Das letzte Stück schlängelt sich wieder hinauf über eine Asphaltstraße und durch einen kurzen Tunnel - endlich geschafft, es ist 15:00 Uhr. Der Schlegeisspeicher liegt vor uns und die Dominikushütte können wir rechts am Hang erkennen.

Etappe 4: 30.09.2012
Schlegeisspeicher-Pfitscherjoch-Sterzing-Brixen, Länge 67 km, Höhenmeter 986

Heute ist Start zur letzten Etappe unserer 1. Transalp. Nach dem Weckruf um 07:00 Uhr ging es zum Frühstück, wo wir uns zum Aufstieg zum Pfitscherjoch ein letztes Mal stärken konnten.Um 09:00 Uhr radelten bei dichtem Nebel kurz am Schlegeisspeicher entlang, bis wir schließlich auf den 7 km langen Pfad Richtung Pfitscherjoch abbogen. Bei diesem Pfad handelte es sich um eine extreme jedoch sehr schöne Trailauffahrt über Stege, durch kleine Flussläufe und über Steinplatten. Nach ca. 1 Stunde waren wir über den Wolken und hatten eine herrliche Sicht hinauf zum Pfitscherjoch und hinunter zum Schlegeisspeicher, der noch im Nebel lag. Oben am Pfitscherjoch auf 2300 m Höhe angekommen nahmen wir im Haus eine kleine Stärkung zu uns. Dann ging es bei noch trockenem Wetter auf einer Schotterpiste in rasanter Fahrt hinab Richtung St.
Jakob. Vorbei an Sterzing radelten wir auf asphaltiertem Radweg entlang der Autobahn kilometerlang geradeaus - Windschattenfahren war hier angesagt. Kurz nach Sterzing machten die Wolken ihre Schleusen auf und es regnete in Strömen. Schließlich überquerten wir die Autobahn nach rechts und folgten einem schönen Radweg, teils asphaltiert, teils Waldweg, vorbei an der imposanten Franzensfestung Richtung Brixen. Nach einigen kurzen jedoch knackigen Anstiegen und Abfahrten und durch eine Apfelplantage hatten wir einen herrlichen Blick auf Brixen. Von nun an ging es bergab in die Stadt und zum Hotel zur letzten Übernachtung. Am nächsten Morgen wurden wir gegen 10:00 Uhr vom Bikeshuttle vor dem Hotel zum Rücktransport nach Rottach-Egern abgeholt. Pünktlich um 13:00 machten wir uns schließlich auf die Heimfahrt am Tegernsee und an München vorbei Richtung Neustadt, wo wir gegen 17:30 Uhr eintrafen.

Fazit:

Die gut geplante Tour mit den vier einzelnen Etappen bestand aus sehr schönen landschaftlich reizvollen Strecken, teils asphaltiert, Schotterpisten, Waldwege, Pfade und Trails. Die Anstiege waren aufgrund des schweren Rucksackes (ca. 7 kg), ihrer Beschaffenheit (loser Untergrund) und der Steigung (teilweise 24 %) nicht für jeden von uns fahrbar. Aber das wussten wir vorher. Dafür wurden wir mit herrlichen und rasanten Abfahrten belohnt. Die Hütten kann man durchwegs empfehlen.

Bemerkung:

Wir hatten auf der ganzen Tour keine Panne und keinen Sturz zu beklagen. Es waren halt doch „technisch und konditionell gut eingestellte Mountainbiker“ unterwegs. Die Truppe hat auf jeden Fall gut zusammengepasst.

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